LEBENSLAUF

WAS BISHER GESCHAH...

Julia Miller-Lissner, 1980 in Russland geboren, als Kind einer deutschen Mutter und einem russischen Vater.


Durch ihre Mutter, die Dirigentin ist, sang und spielte Julia, seit sie 4 Jahre alt ist, Theater und sang in Vocalensembles und als Solistin. 


Als 1994 die Entscheidung fiel, Russland zu verlassen und nach Deutschland zu gehen, war sie 14 Jahre alt. Ohne Deutschkenntnisse in der neuen Heimat Hildesheim angekommen, ging sie eine Woche später in die achte Klasse des Goethegymnasium und meldete sich gleich in einem Chor und einer Theatergruppe an. Musik und Theater sollten auch im neuen Zuhause nicht fehlen.

Recht schnell wurde klar: trotz schlechter Aussichten aufgrund der neuen Sprache, die erst gelernt werden musste, und zusätzlich des großen Wettbewerbes an Schauspielschulen wollte sie ihrer Berufung - der Bühne, auch in Deutschland nachgehen und alles dafür tun, diese auch als Beruf auszuüben.

So lernte sie Deutsch, integrierte sich in die neue Kultur, machte im Jahr 2000 ihr Abitur in Hildesheim und bewarb sich in Hamburg auf der Stage School of Music, Dance and Drama, wo sie im Jahr 2001 aufgenommen wurde.

Die Ausbildung zur Musicaldarstellerin war nicht ihr Traumziel, doch konnte sie an dieser renommierten Schule zwei ihrer Leidenschaften verbinden: Gesang und Schauspiel. Den russischen Akzent trainierte sie sich mit viel Einsatz ab: „Mir war klar, dass ich mit einem Akzent nur Russinnen spielen kann... „

Nach der Schule bekam sie sehr schnell einen unbefristeten Vertrag als Schauspielerin und tourte 3 Jahre durch ganz Deutschland. 

Ein Plattenvertrag eines sehr bekannten Produzenten für Schlagermusik war mit 26 Jahren dann die bisherige Krönung. 

Als Julia merkte, dass diese Aufgaben reine Jobs waren, in den sie wenig zu sagen hatte, fing sie an, über selbständige Projekte nachzudenken, denn sowohl am Theater als auch beim Plattenvertrag waren die zu spielenden Rollen klar vorgeschrieben. 

Als ihr klar wurde, dass das zu wenig ist, verabschiedete sich sich endgültig aus allen Verträgen und gründete zunächst eine eigene Musik- und Theaterschule. 

Während sich diese etablierte, bekam Julia eine Tochter und fand mit den Jahren heraus, dass egal welche bereits bestehende Musik sie nachsang, ihr am Ende etwas fehlte.

„Das ist wie fremde Bilder nachmalen. Du freust dich, dass es schön aussieht, aber es ist eben nicht deins.“

Julia schrieb über 10 Theaterstücke, führte Regie, war mit den Stücken im Fernsehen und im Radio, gewann Theaterpreise, machte musikalische Leitung bei Theaterproduktionen, brachte eine CD für Kinder raus, schrieb Kinderlieder, die zu Bestsellern wurden und veranstaltete Konzertreihen, aber ihre eigene Musik für erwachsene Herzen wartete noch immer.


Mit 38 Jahren brach in ihrem Leben so gut wie alles zusammen: Beziehungen, Gesundheit und der Sinn des Lebens, und nun Zeit war für ein komplettes Umdenken.

Plötzlich entstanden Lieder. Erwachsen, tiefgründig, emotional und anders. Sie ist erwachsen geworden, die Kinderlieder haben nicht mehr als Ausdruck ihrer Kreativität gereicht.

Als Julia 2019 eins der ungewöhnlichsten ihrer Songs ins Internet stellte, ( Anti-Ideal) es ist 7 Minuten lang und wirklich schwer einzuordnen, kam der Song extrem gut bei der Community an. Ein paar Songs später meldete sich das Label Redwinetunes und bot ihr an, gemeinsam eine EP zu produzieren. 

 

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